Einsamkeit

Einsamkeit

stern_nr14Weihnachten ist Land auf Land ab DAS Fest der Familie. Es sind die Tage im Jahr, an denen man sich trifft, auch wenn man sich sonst das ganze Jahr über nicht sieht. Da wird teilweise viel investiert und lange Wege auf sich genommen, nur um diese Tage gemeinsam mit der Familie feiern zu können.

Nur. Was ist, wenn diese allgemeine Stimmung und Erwartung der Umgebung Trauer oder Wut auslösen? Was, wenn man in dieser Zeit am stärksten daran erinnert wird, dass ein lieber Mensch fehlt? Was, wenn man gerade dann spürt, dass es niemanden gibt, der sich um einen kümmert oder dem man wichtig ist?
Dann werden diese festlichen Tage schnell zu sehr leidvollen und einsamen Tagen.

Ich halte sonst eigentlich nicht besonders viel von Werbungen und am wenigsten von bekannten Großkonzernen. Aber Edeka hat dieses Thema in seinem Weihnachtsclip dieses Jahr sehr berührend und treffend auf den Punkt gebracht.

Kennen wir nicht alle jemanden, der in diesen Tagen alleine und einsam zurückbleibt? Kennen wir nicht selbst auch das Gefühl, wenn man sich vergessen fühlt?

Es könnte – gerade auch in diesem Jahr der Barmherzigkeit – eine besondere Aufgabe und Herausforderung sein, wachsam zu sein, wer denn gerade alleine ist. Sehen wir diese Einsamkeit und öffnen wir unsere Türen und Herzen um eine einsame Seele – vielleicht sogar einen schon fast vergessenen Bekannten oder Verwandten – zu uns einzuladen und ihn an der Gemeinschaft teilhaben zu lassen? Sind wir für den anderen da, wenn er einen Zuspruch oder unsere Zeit braucht?

Manchmal versteckt sich diese Einsamkeit auch hinter Geschäftigkeit oder anderen Fassaden. Schauen wir dahinter und suchen wir die Gemeinschaft mit den anderen – den Verwandten, Bekannten, Freunden, Kollegen, Nachbarn und auch den Fremden nebenan?!
Dann wird sicherlich Weihnachten werden.

Weihnachtspyramiden

Weihnachtspyramiden

Noch etwas prägt in diesen adventlichen Tagen vor Weihnachten an verschiedenen Orten das Stadtbild Dresdens: die großen Weihnachtspyramiden, die aufgestellt wurden. Da gibt es eine am Wasaplatz und natürlich darf sie auch nicht aufm Striezelmarkt fehlen. Und es gibt bestimmt noch viele weitere.

Wie ansprechend diese Pyramiden – auch eine typische Holzarbeit aus dem Erzgebirge – sind, durfte ich bei meinem Besuch auf dem Striezelmarkt letztens erleben. Da habe ich mitbekommen, wie ein Paar gerne eine der mehrstöckigen Pyramiden erstehen wollte, vierstöckig sollte sie sein und mit den winterlichen Motiven, aber die unterste Ebene, wo deutlich eine Kirche in Baumlandschaft zu sehen war, störte. Da eine Sonderanfertigung viel zu teuer geworden wäre, es die Pyramiden mit den winterlichen Motiven nicht anders gab, entschieden sie sich für die kleinere.

Ich freue mich meine eigene Pyramide mit der traditionellen Krippenszene auch dieses Jahr wieder aufzustellen und zuzusehen, wie die warme Luft über den Kerzenflammen die Figuren wieder in Bewegung setzt und sie sich um die Heilige Familie drehen.
Letztes Jahr hatte ich sie, bis zu meinem Umzug, das ganze Jahr über draußen stehen lassen. Dieses Jahr darf die Pyramide noch ausgepackt werden, die ein Erbstück ist und bei meinen Eltern leider nie so wirklich Platz gefunden hat. Ich werde für sie ganz bestimmt ein Plätzchen finden. Dazu passen dann auch die Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge, die ich bei der Auflösung der Wohnung meiner Oma mitnehmen durfte, und auch dieser kleine Mann:

Adventskerze mit Gitarrenspiele in Nussschale
Der kleine Gitarrenspieler (handgeschnitzt)

Er spielt dann bestimmt dem Christkind gerne ein Lied zum Einschlafen und zum Lachen.

Lichtertreppen

Lichtertreppen

Ich hab in den vergangenen Jahren mit großer Freude die Lichtertreppe meiner Oma wieder ausgegraben und zu Weihnachten – manchmal auch schon im Advent – aufgestellt. Gelegentlich funktionierte sie dann nicht so, wie sie sollte, weil eine der Birnen kaputt war oder einen Wackelkontakt hatte. Umso schöner war es dann immer, wenn sie doch wieder leuchtete.

Dieses Jahr habe ich mir kurzer Hand meine eigene kleine neue Lichtertreppe gekauft. Sie strahlt seitdem mit LED-Lämpchen an meinem Wohnzimmerfenster.

Und damit scheine ich mich nahtlos in das Dresdner Straßenbild einzufügen.  Denn das ist mir in diesen Tagen aufgefallen: hier stehen viel mehr Lichtertreppen in den Fenstern als ich das im Süden wahrgenommen habe. Sei es dass sie die treppenartige Form haben wie meine oder eher wie ein Halbrund. Selbst am Eingang zum Striezelmarkt am Altmarkt umrahmt eine große – wirklich große – Lichtertreppe mit den typischen Holzfiguren des Erzgebirge den Aufgang zu den Treppen nach unten zu vermutlich Parkhaus und/oder öffentlichen Toiletten (ich war noch nicht unten,  habe nur die Treppen gesehen).

Licht erhellt
die Nacht
zeigt im Schein
den Weg
hin zu Ihm
Licht der Welt